Hier können Sie im Kreis gehen (Frédéric Zwicker)

Das Buch

Hier können Sie im Kreis gehen

Gebunden: 160 Seiten
Verlag: Nagel & Kimche AG (erschienen am 22. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978 – 3312009992 oder 3312009995
Alter: Erwachsene
Hier könnt ihr es kaufen: amazon , thalia , buecher.de und natürlich in einer Buchhandlung eurer Wahl

Kurzmeinung:
Wer das Altersheim und seine dementen Insassen mit einer Portion Zynismus kennen lernen will, für den ist das Buch genau richtig!

Klappentext:
Im Alter von 91 Jahren kommt der demente Witwer Johannes Kehr ins Pflegeheim. Nur: Seine Demenz ist vorgetäuscht. Im Heim hofft Kehr, seine Ruhe zu finden. Aber so einfach ist es nicht. Er beobachtet die schrulligen, nicht selten aggressiven Mitbewohner und die Nachlässigkeit der Pfleger. Seine vorgetäuschte Demenz nutzt er, um Desserts zu stehlen und Gehhilfen unliebsamer Nachbarn zu verstecken. Bald aber wird seine Schauspielerei anspruchsvoller; je vertrauter ihm das Heim wird, desto größer ist die Gefahr einer Enttarnung. Als zufällig seine Jugendliebe Annemarie auftaucht, flackert die alte Zuneigung erneut auf. Ein literarisch feinfühliges Debüt, beobachtungsstark und intensiv.

Cover:
Auf dem Cover zu sehen ist Herr Kehr, der in seinem Sessel sitzt. Auf der anderen Seite ist das Kätzchen zu sehen, mit dem er sich immer unterhält. Farblich ist das Cover sehr schön schlicht gestaltet.

Mein Fazit

Inhalt & Gedanken:
Herr Kehr ist im Pflegeheim. Er hat Demenz – angeblich. Doch bereits auf den ersten Seiten wird anhand seiner Gedanken klar, dass er im Kopf noch voll da ist. Natürlich – wie wir alle – manchmal ein wenig zerstreut, aber dennoch nicht dement. Er erzählt von seinem Leben, wie er aufgewachsen ist, über Sophie oder viel mehr mit Sophie. Dazwischen sind einige Szenen aus dem Pflegeheim zu finden, bei welchen doch wieder deutlich wird, wie gut er einen demenzkranken Mann darstellen kann. Das liegt wohl alles an der Übung und der Feldstudie des dementen Bekannten.
Man erfährt viel über das Leben und die Unterdrückung durch seinen Ziehvater / Onkel, nachdem seine Eltern verstorben waren. Auch sein Bruder wurde sehr früh aus dem Leben gerissen. Er musste sich immer beweisen und versuchen in die Konventionen hineinzupassen.
Daran möchte er sich nun – im Pflegeheim – nicht mehr halten. Er büchst aus, er mopst den anderen ihren Nachtisch und er versucht sich seinen gesunden Verstand nicht anmerken zu lassen. Bis eines Tages seine erste große Liebe Annemarie auftaucht und er zwischen den Stühlen steht. Lüge oder Wahrheit.
Das Ende des Buches ist zwar vorhersehbar, ich jedoch fand es sehr abrupt, da vorher keinerlei Anzeichen in die Richtung gedeutet haben. Dennoch ein sehr gelungener, wenn auch kurzer Roman über das Leben eines Insassen im Altenheim und dessen Zusammenleben mit den ganzen Alten.

Sprache und Stil:

Die Kapitel sind sehr kurz und wechseln zwischen dem Ich-Erzähler und der dritten Person hin und her. Teilweise spricht Herr Kehr mit der Katze, teilweise mit Sophie, teilweise liest man eine Passage aus seinem früheren Leben, teilweise ist man im Heute. Dadurch wird die Geschichte sehr kurzweilig und schön zu lesen. Man merkt die leichte Verwirrtheit genauso wie die Klarheit der Gedanken von Herrn Kehr. Es wird auch das schauspielerische Geschick verdeutlicht, welches es braucht um sich als Demenzpatient auszugeben.

Meine Meinung:
Das Buch war eine willkommene und lustige Abwechslung zu den aktuell noch nebenbei offenen High-Fantasy Romanen. Es war locker flockig zu lesen und man konnte mit Herrn Kehrs Humor mit schmunzeln.

Bewertung
Witz/Handlung /
Romantik
/
Charaktere
/
Schreibstil
/

Gesamt /

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